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Leitlinien der Gemeindearbeit

I Gottes- (Christus-) Bezug

  1. „Ich denke an die früheren Zeiten, ich sinne nach über alle deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.“ Ps. 143,5

    1. Die Evangelische Kirchengemeinde Uellendahl-Ostersbaum versteht sich in ihren Grundlagen und in ihrem Auftrag von Gottes Wort her.
    2. Sie lebt aus der Hoffnung und Gewißheit, daß das, was Gott zusagt, auch geschieht. (Jes. 55,11)
    3. Zu ihren elementaren Aufgaben zählen die Besinnung auf Gottes Wort und die Elementarisierung der biblischen Botschaft mit dem Ziel ihrer Verbreitung.
    4. Die Evangelische Kirchengemeinde Uellendahl-Ostersbaum will dabei Räume und Möglichkeiten schaffen, in denen Menschen der biblischen Botschaft und einander begegnen können, um für ihre konkreten Lebensentscheidungen, besonders an biographischen Einschnitten, Anregungen und Hilfen zu bekommen.
    5. Sie vertraut auf die Erfahrung, daß die Kraft für lebensentscheidende Schritte aus der Erinnerung an Gottes Versöhnungswerk kommt.
    6. Sie weiß sich in ihrem Glauben und Wirken verbunden mit den jüdischen Geschwistern.


  2. „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“ Ps. 98,1

    1. Das Gemeindeleben der Evangelischen Kirchengemeinde Uellendahl-Ostersbaum findet im Gottesdienst in seinen unterschiedlichen Gestalten und in der Tischgemeinschaft seinen Zentralisationspunkt.
    2. Der Gottesdienst in seinem Wesen als Fest und gemeinsame Feste zu unterschiedlichen Anlässen lassen die Grundstimmung der Freude über Gottes Wirken in dieser Welt erfahrbar werden.
    3. Zugleich vertraut die Gemeinde darauf, daß Gott auch künftig Wunder tut.

II. GEMEINSCHAFT

  1. Das wandernde Gottesvolk – „denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Hebr. 13, 14

    1. Unsere Gemeinde versteht sich in ihrem Glauben, ihrer Gemeinschaft und ihrer Nachfolge nicht als fertig und abgeschlossen, sondern sieht sich auf dem Weg in der Hoffnung auf Gottes Reich.
      • Sie versteht sich als Gemeinde, in der Menschen nach Gott und seiner Wahrheit suchen.
      • Als Gemeinde suchen wir Gemeinschaft und Lebendigkeit in der Nachfolge von Jesus Christus.
    2. Wir sind von ihm mit unserer Verkündigung und unserem Handeln in die Begegnung und in den Dialog mit den Menschen unserer Stadtteile gesandt. In diesem Sinn sind wir missionarische und seelsorgliche Gemeinde.
    3. Zu der Verantwortung und der Besonnenheit der „Gemeinde unterwegs“ gehört das Planen, Strukturieren und Reflektieren dieses Weges.


  2. „Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matth. 18, 20

    1. Als Gemeinde leben wir davon, daß Jesus Christus selber anwesend ist, wenn wir zusammenkommen. Er beschenkt Menschen in unserer Gemeinde mit Gaben und Fähigkeiten und nimmt sie in seinen Dienst.
    2. Gemeindeglieder, Ehren- und Hauptamtliche sind eine Gaben- und Dienstgemeinschaft. Dabei stehen wir im Namen Jesu in der noch größeren Gaben- und Dienstgemeinschaft unseres Kirchenkreises und der nahen und fernen Ökumene.
    3. Wir verstehen uns als Gemeinde, in der im Namen Jesu verschiedene Menschen zu-sammenkommen. Das bereichert uns als lebendige Gemeinde Gottes.
    4. Die Evangelische Kirchengemeinde Uellendahl-Ostersbaum orientiert sich an Jesus Christus und ist offen für Menschen mit verschiedener Nähe und Ferne zu Gott und zur Gemeinde, für Fremde und Fremdes, für Neue und Neues, für „die am Rande“.

III. NACHFOLGE

  1. „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Matth. 11, 28

    1. Als Gemeinde in der Nachfolge Christi sind wir als diakonische, helfende und begleitende Gemeinde gewiesen an Menschen in ihren jeweiligen Lebensproblematiken.
    2. Unser Auftrag ist es, Menschen aufzusuchen und Beratung und Seelsorge im Alltagskontext anzubieten, damit der christliche Glaube sich als Lebenshilfe erweisen kann, und Gemeinde für Menschen Heimat und Familie wird.
    3. Wir wollen Gemeinde sein, in der Gehörlose Menschen und andere Behinderte selbstverständlich ihren Raum haben, auf ihre speziellen Bedürfnisse eingegangen wird und sie - wo immer möglich - integriert werden.
    4. In unserem Tun stehen wir unter der Verheißung Jesu, daß keiner verloren gehen soll. Diese Verheißung weist uns auch an die Menschen in der Klinik St. Antonius und in den Altenheimen unserer Gemeinde.


  2. Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt. Matthäus 5,13

    1. Als Gemeinde haben wir keinen Selbstzweck, sondern sind wirksam in unseren Stadtteilen und in unseren sozialen Bezügen.
    2. Darin gilt es die Aufgaben und den Auftrag zu erkennen, die uns die biblische Botschaft konkret stellt.
    3. Als Gemeinde sind wir verantwortlich, als Basisgruppe an den Fragen des Friedens, der Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung mitzuarbeiten.
    4. Als mündige Gemeinde nehmen wir so unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr.

Aktuelle Akzente der Gemeindearbeit

  1. Gottesdienst in seinen verschiedenen Formen

    Gottesdienste in vielfältiger Form und für unterschiedliche Zielgruppen erreichen immer noch eine relativ großen Kerngemeinde. Sie ist aufgeschlossen, zeigt sich experimentier- und singfreudig.

    Durch Kasualgottesdienste anlässlich von Amtshandlungen (Taufe, Trauung, Beerdigungen, Konfirmationen) werden auch eine Vielzahl von Menschen erreicht, die nicht zur Kerngemeinde gehören. Diese Angebote sind in ihrer Niederschwelligkeit oft Anknüpfungspunkte für neue Gemeindekontakte. Dies soll gefördert werden.

    Es stellt sich die Aufgabe
    • die mittlere und jüngere Generation stärker in das Gottesdienstgeschehen einzubinden,
    • Menschen zu erreichen, die der Kirche distanziert gegenüberstehen,
    • die Freude an einem regelmäßigen Gottesdienstbesuch zu fördern

    Folgende Ansatzpunkte sollen dafür genutzt werden:
    • Beteiligung von Familien, Konfirmand/inn/en, Gruppen und deren Umfeld
    • Kontaktaufnahme mit „Fernstehenden“ durch Besuchsarbeit.
    • Andachten und Gottesdienstformen für Menschen, die sich in den traditionellen Gottesdienstformen nicht (mehr) Zuhause fühlen, sind zu entwickeln.
    • Jugendgottesdienste
  2. Bibelarbeit/Bibelseminar und Glaubensgespräche

    Bibelgesprächskreise ermöglichen die persönliche Auseinandersetzung mit der Bibel in einem vertrauten, überschaubaren Kreis mit Chance der konkreten Lebens- und Glaubenshilfe.
    Neben diesen festen Gruppen gibt es als projektmäßige Angebote, in denen Erwachsene über ihren Glauben und die Bibel ins Gespräch kommen, Gottesdienstvorbereitungstreffen und Bibelwochen. In Zukunft möchten wir Glaubenskurse anbieten.
    Diese Basisaufgabe gilt es an allen Standorten wahrzunehmen, da sie zu den elementaren Bausteinen der Gemeindearbeit gehört.
  3. Kirchenmusik

    Glauben durch Musik zu erleben ist eine Erfahrung mit allen Sinnen, die die Freude am Lob Gottes stärkt. Die qualifizierte kirchenmusikalischen Arbeit der Organistin und Organisten wird durch Chor- und Posaunenchor für alle Altersgruppen, Band und Gastchöre (z.B. Dreiklang, Vokalensemble, Kids Klassik ) bereichert.
    Eine Aufgabe bleibt die Nachwuchsgewinnung vor allem für die Chorarbeit.
  4. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

    Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein Gemeindeaufbauelement ersten Ranges und Beginn der lebensgeschichtlichen Begleitung, zu der wir uns als Gemeinde bei der Taufe verpflichten.

    Als Aufgabe stellt sich
    • die gelingende Arbeit mit Kindern an allen Standorten zu erhalten, Stärkung der Kindergottesdienste,
    • das Potential im Kontakt mit Kindergärten und Schulen weiter zu nutzen, (Kinderbibelwochen, Kontaktprojekt, Familienkirche, Hausaufgabenbetreuung, BUM e.V.),
    • stärkere Integration der Eltern-Kind-Gruppen,
    • die Konfirmandenarbeit als bleibende Herausforderung,
    • Unterstützung und Kooperation mit den ökumenischen Kreuzpfadfindern,
    • Weiterführung der Kooperation mit der Stadt im Jugendzentrum im Bereich offener Arbeit.
    • Erschließung neuer Einnahmequellen („Netz“-Projekt und Spendenaktion für die Jugendleiterstelle, Projektmittel Kinder- und Jugendgospelchor)
    • elementarisiertes Einbringen biblischer Texte in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  5. Bildung

    Evangelische Einsicht seit der Reformationszeit ist, dass Bildung und Glaube sich ebenso bedingen wie Bildung und Freiheit.
    Bildung ist für uns auf unterschiedlichen Ebenen von zentraler Bedeutung. Wir wollen Men-schen jeden Alters und mit jedem Bildungshintergrund die Möglichkeit geben, mehr über den christlichen Glauben und die Kirche zu erfahren und zu lernen. Dies geschieht durch Gesprächsgruppen, die Familienkirche, das Kontaktprojekt mit der Grundschule, Kirchenmusik für Kinder und Jugendliche, und Events (Projekte?) ? wie Bibelwochen, Kirchentagsgesuche u.ä. Wir fördern die Arbeit des christlich-jüdischen Gesprächskreises an der Thomaskirche.

    Gleichzeitig ist Bildung für uns auch ein sozialdiakonischer Auftrag, den wir durch Kursan-gebote im Menschenhaus, Erziehungsberatung in Eltern-Kind-Gruppen, Kochkurs, Hausaufgabenhilfe, Engagement im Verein ‚Bildung und mehr’ u.a. wahrnehmen.
  6. Arbeit mit Seniorinnen und Senioren

    Der wachsenden Zahl alter Menschen entspricht eine ansehnliche Zahl an offenen, aufsuchenden und Gruppen-Angeboten. Die Alten- und Pflegeheime im Bereich der Gemeinde werden intensiv betreut.

    Unser Augenmerk liegt auf dem Aufbau einer zukunftsorientierten und differenzierten Altenarbeit. Die Betreuung in den Heimen soll weitergeführt werden. Für Besuchsdienste und die Leitung von Seniorenkreisen müssen zusätzliche Ehrenamtliche gewonnen werden.
  7. Behindertenarbeit

    Behinderte Menschen aus unserer und anderen Gemeinden nehmen teil an unserem Gemein-deleben. Durch die Arbeit der Gehörlosenseelsorge des Kirchenkreises in einem Gemeinde-zentrum (Philippuskirche) bieten sich vielfältige Verknüpfungsmöglichkeit inhaltlicher und organisatorischer Art.
    In den Gruppenangeboten (MS-Kreis, Aphasiekreis, Parkinsongruppe) gibt es jeweils eine eigenständige, qualifizierte ehrenamtliche Leitung. Als Gemeinde profitieren wir von integrativen Angeboten. Als Aufgabe bleibt die Weiterführung dieser Arbeit.
  8. Ökumene/Partnerschaften

    Die langjährig gewachsenen Traditionen der Ökumene umfassen die Partnerschaft zu den Gemeinden Koes und Karasburg der ELCR in Namibia, zur Gemeinde Brandenburg und zur Gemeinde Sternberg in Tschechien. Mit allen drei Gemeinden gibt es persönliche Kontakte und Besuche, über die die Gemeinde regelmäßig unterrichtet wird. Zur Unterstützung der Gemeinde Koes in Namibia findet außer Kollekten und Spenden jährlich der Adventsbasar in der Philippuskirche statt.

    Zu den römisch-katholischen Nachbargemeinden St. Marien und Herz Jesu (mit den Kirchorten St. Michael und Roncalli) bestehen ebenfalls langjährige und lebendige Beziehungen, die u.a. durch gemeinsame Kontaktprojekte mit den Grundschulen, Schulgottesdienste, Kinder- und Jugendbibelwochen(ende) und Bibelwochen für Erwachsene gepflegt werden.

    In der Weltgebetstagsarbeit geschieht lebendige Frauenökumene. Sie zeichnet sich durch intensive Mitarbeit ehrenamtlicher Frauen beider Gemeinden aus. Wünschenswert ist die Beteiligung der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde beim Weltgebetstag und eine stärkere katholische Beteiligung bei Kontaktprojekt und Kinderbibelwochenenden.

    Die Beherbergung fremdsprachiger Gemeinden in unseren Gemeindehäusern (Italienische Gemeinde, Koptische Gemeinde, Church of Pentecoast, Assemblé des Dieu? / International Jesus Fellowship?) ist für uns ein kleines Zeichen weltweiter Ökumene vor Ort.
  9. Offenen Gemeindehäuser für viele

    Wir sind eine Gemeinde, in der Menschen unterschiedlicher sozialer und geistlicher Herkunft zusammen leben. Auch die Unterschiede in Einkommen, Bildung und Wohnqualität sind sehr groß. Wir erleben diese Vielfalt als Bereicherung und Herausforderung für uns als Gemeinde und möchten die unterschiedlichen Milieus, ihre religiöse Kultur und Sprache berücksichtigen und darauf eingehen.
    Das heißt zu einen, dass es milieuspezifische Angebote geben kann und gleichzeitig, dass wir Formen suchen, in denen sich unterschiedliche Menschen angesprochen fühlen, einander begegnen und miteinander glauben und leben - z.B. in den Krabbelgruppen, in den Kursangeboten, beim Essen zum Film, bei Basaren und Flohmärkten u.a..
    Durch die Kursangebote und Formen offener Arbeit im Menschenhaus wollen wir auch Menschen über die Kerngemeinde hinaus gewinnen. Die fast durchgehende Öffnungszeit, die dadurch mögliche ‚offene Kirche’ und die Präsenz der Ehrenamtlichen richtet sich dabei gezielt an die Menschen im Stadtteil. Diese Präsenz möchten wir im Rahmen unserer Mög-lichkeiten auch weiterhin gewährleisten.

    Die guten Kontakte in den Stadtteilen sollen durch die Kooperation in den beiden Stadtteil-konferenzen fortgeführt werden.
  10. Ökonomische und ökologische Verantwortung

    Gerechtigkeit in unserer Stadt und weltweit sind für uns eng mit der Frage nach unserem wirtschaftlichem Handeln, unserem Umgang mit finanziellen Ressourcen und ökologischen Gesichtspunkten verbunden.
    Deshalb unterstützen wir den Fairen Handel durch einen Eine-Welt-Laden im Gemeindezentrum. Zusammen mit den Eine-Welt-Ständen in der Thomaskirche und in der Philippuskirche hält er das Bewußtsein ökonomischer Verantwortung in der einen Welt wach und bereichert das Gemeindeleben. Diese Arbeit soll aufrechterhalten werden.
    Die Funktion des Eine-Welt-Ladens als zusätzliche Einnahmequelle und als Anziehungs-punkt für Besucherinnen und Besucher des Hause muss entwickelt werden.

    Bei der Geldanlage der Gemeinde wollen wir ethische Kriterien berücksichtigen (Teilanlage bei Oikocredit).